Gestalte Deine Mensch-Hund-Beziehung.

Genügt es Dir, dass Dein Hund „funktioniert“ und Du Dich mit ihm ohne größere Reibungspunkte durch den Alltag bewegen kannst, oder wünscht Du Dir mehr? Hast Du Dir auch schon einmal Gedanken gemacht, wie dieses „mehr“ aussieht?

Willst Du nur Spazierengehen und/oder eine bestimmten Hundesport ausüben und ansonsten möglichst Deine Ruhe? Siehst Du Deinen Hund als „best Buddy“, als ständiger Begleiter in allen Lebenslagen? Erwartest Du von ihm, dass er Bedürfnisse erfüllt, die sonst  in Deinem Leben zu kurz kommen?
Oder wünscht Du Dir, eine vertrauensvolle, sichere Beziehung in der das Passende, aber nicht alles gemeinsam erlebt wird. Eine Beziehung, mit der es Euch gut geht und die ein Nährboden dafür ist, dass ihr beide die beste Version von Euch selbst leben könnt.

Natürlich ist mein Hund auch Kumpel für mich und natürlich begleitet er mich im Alltag, da wo es für uns beide passt. Gleichzeitig bin ich mir darüber bewusst: wir kommen um unsere Führungsaufgabe nicht herum. Unser Hund ist und bleibt ein Hund in unserer menschengemachten Welt. Und das soll er auch bleiben. Genau deshalb dürfen wir Menschen uns nicht davor scheuen, Verantwortung zu übernehmen und die Führungsrolle anzunehmen, die uns automatisch zukommt, wenn wir uns einen Hund ins Leben holen. Wir können sie nur annehmen, wir können aber auch das Potential für uns selbst darin erkennen, wenn wir unseren Hund so durch den Alltag führen, dass es ihm – und damit auch uns – möglichst gut geht.

Leider wird der Begriff „Führung“ häufig mit Ausübung von Macht und Dominanz gleichgesetzt. Viele Menschen verbinden mit diesem Begriff immer noch, dass es einen gibt, der anschafft und die anderen folgen. Dieses Führungskonzept ist längst als wenig hilfreich erkannt und gilt als veraltet.

Führung, so wie ich sie verstehe, bedeutet, jemanden genau da Unterstützung zu geben, wo er Unterstützung braucht. Es geht nicht darum, jemanden abhängig von der Willkür des Führenden zu machen, sondern im Gegenteil: es geht darum, seine Selbstwirksamkeit so zu stärken, dass er situativ gute Entscheidungen treffen kann. Es geht darum, seine Stärken zu sehen und zu fördern und ihn dabei zu unterstützen, sein Potential zu leben.

Was wir brauchen, um einen Hund zu führen.
Damit uns diese komplexe Aufgabe als Hundemenschen gut gelingt, brauchen wir mehr als das, was wir in der Hundeschule lernen. Es geht um mehr als Wissen und Trainingsskills. Wir brauchen eine passende innere Haltung und menschliche Kompetenzen, die uns und unseren Hund gemeinsam durch den Alltag tragen. Wir brauchen Fähigkeiten und Stärken, die wir nicht auf Fingerschnipp oder durch gut gemeinte Ratschläge und Tipps erwerben.

Damit wir die Kompetenzen fördern, die hilfreich für unsere Führungsrolle sind, sollten wir uns ruhig das gönnen, was dafür nötig ist: Zeit und Bewusstsein. Denn es geht hier um eine Lebensaufgabe, die nicht nur die Beziehung zu unserem Hund betrifft, sondern alle unsere Lebensbereiche. Diese Lebenskompetenz wächst mit jeder bewusst gemachten Erfahrung und mit jedem Schritt, den wir gehen.

Das beginnt mit unserer Entscheidung, uns auf diesen Weg einzulassen. Wir sollten bereit sein, uns persönlich weiterzuentwickeln, aus unserer Komfortzone herauszutreten und uns vielleicht auch manchmal unangenehmen Einsichten stellen. Das wird nur in unserem eigenen Tempo klappen und indem wir einen Schritt nach dem anderen machen.

Wir sollten lernen, mehr das zu tun, was uns und unserem Hund gut tut und weniger das, was andere von uns erwarten. Indem wir bei uns und in Balance sind, schaffen wir eine solide Basis für eine gesunde, bereichernde Beziehung. 

Lerne Dich selbst besser kennen.
In Kontakt mit sich selbst zu sein, innere Ausgeglichenheit und eine hilfreiche Denkweise (manchmal auch „Mindset“ genannt) bilden eine gute Basis für eine tragfähige, vertrauensvolle Beziehung zu unserem Hund. Denn wie wir wissen, können wir Vertrauen nicht erzwingen. Es wird uns geschenkt. Die Basis, damit unser Hund uns vertrauen kann, schaffen wir selbst durch unser tägliches Verhalten.

Schaffe die Voraussetzung dafür, indem Du …
– Deine Balance findest. Wenn die Wellen des Alltags Dich nicht mehr mitreißen, bist Du offen für das, was Dein Hund Dir zeigt und kannst das, was Du in der Hundeschule lernst, viel besser in Deinen Alltag integrieren.
– Dich selbst, Deine Emotionen und Deine Bedürfnisse besser verstehst, Deine Fähigkeiten und Stärken lebst. Dann wird Dich Dein Hund als souveränen und verlässlichen Partner wahrnehmen.
– auf Dich selbst und Deine Bedürfnisse achtest. Denn dann wird es Dir besser gelingen, die Bedürfnisse Deines Hundes zu verstehen und darauf zu achten.
– immer öfter lösungsorientiert anstatt defizitorientiert denkst, wirst Du Deinen Hund besser zur Seite stehen können.

Hast Du Lust, Dich auf diese Themen einzulassen und sie für Dich zu reflektieren?
Möchtest Du Dein Leben gemeinsam mit Deinem Hund ausbalancieren?
Willst Du zu einer Führungspersönlichkeit werden, die es dem Hund noch leichter macht, zu vertrauen? 
Dann freue ich mich auf die Zusammenarbeit mit Dir im Einzelcoaching. Vielleicht ist auch mein Online-Workshop „Hunde führen mit K.E.K.S.“ genau das Richtige für Dich? Termine und weitere Informationen dazu findest Du auf meiner Website: www.ziegelmeier.info/aktuelles.